Der Deutsche Bundestag möge das Gesetz zum Verbot von Telefonwerbung verschärfen, da meiner Meinung nach das Gesetz in dieser Form nicht den gewünschten Erfolg erzielt. In etwa fühlen sich 86% aller Deutschen (Quelle: Zeit.de) durch Telefonwerbung belästigt, gestört oder sogar terrorisiert. Das muss endgültig ein Ende haben!
Das aktuelle Gesetz verbietet das Unterdrücken der eigenen Nummer bei Werbeanrufen. Die Reaktion der Call Center auf dieses Gesetz: Wir lassen bei den Leuten nur einmal anklingeln und die Leute rufen aus Interesse an dem verpassten Anruf zurück. Und schon ist das Gesetz umgangen. Im Zeitalter der Flatrates ist der Anruf wenigstens kostenfrei gewesen, aber viele ältere Menschen in Deutschland bezahlen noch für jeden getätigten Anruf...
Zudem sollte die Strafe von 50.000 Euro erhöht werden. Gerechnet am Umsatz der jeweiligen Unternehmen sind die 50.000 Euro Strafe im Gegensatz zu dem erzielten Gewinn am Telefon eine Wocheneinnahme.
Dennis Lenz Unlauterer Wettbewerb
Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 17.06.2010 abschließend beraten und
beschlossen:
Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen nicht entsprochen werden
konnte.
Begründung
Der Bundestag möge beschließen, das Gesetz zum Verbot von Telefonwerbung zu
verschärfen, da nach Meinung des Petenten das Gesetz in dieser Form nicht den
gewünschten Erfolg erzielt.
Zur Begründung führt der Petent im Wesentlichen an, dass sich rund 86 % aller
Deutschen (Quelle: Zeit.de) durch Telefonwerbung belästigt, gestört oder sogar
terrorisiert fühlten. Das 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter
Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen
Vertriebsformen reiche nicht aus, um die gewünschten Erfolge zu erzielen. Das
Gesetz müsse verschärft werden. Insbesondere sollte das Bußgeld von bis zu
50.000 bei unerlaubten Anrufen erhöht werden.
Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten zu dem Vorbringen wird auf die vom Petenten
eingereichten Unterlagen verwiesen.
Die Eingabe wurde als öffentliche Petition auf der Internetseite des Petitionsaus-
schusses eingestellt. Sie wurde von 7.287 Mitzeichnern unterstützt. Außerdem
gingen 51 Diskussionsbeiträge ein.
Der Petitionsausschuss hat zu der Eingabe eine Stellungnahme des Bundesministe-
riums der Justiz (BMJ) eingeholt. Darin erläutert das BMJ im Wesentlichen die
geltende Rechtslage und sieht keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf. Unter
Einbeziehung der vorliegenden Stellungnahme lässt sich das Ergebnis der parlamen-
tarischen Prüfung wie folgt zusammenfassen:
Telefonwerbung ist gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern ohne deren
Einwilligung gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbe-
werb (UWG) unzulässig.
Mit dem Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung
des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen, das am 4. August 2009 in
Kraft getreten ist, wurde § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG im Jahr 2009 nochmals verschärft
und verlangt insbesondere, dass eine ausdrückliche vorherige Einwilligung des
Verbrauchers vorliegen muss.
Das UWG sieht verschiedene Maßnahmen bei unzulässiger Telefonwerbung vor:
· Nach § 8 Abs. 1 UWG kann eine Klage auf Beseitigung oder Unterlassung er-
hoben werden. Klageberechtigt sind neben den Mitbewerbern, § 8 Abs. 3
Nr. 1 UWG, die in § 8 Abs. 3 Nr. 2 bis 4 UWG genannten Stellen. Das sind
z. B. die Verbraucherzentralen. Regelmäßig wird zur Durchsetzung der Besei-
tigung oder Unterlassung ein Ordnungsgeld für den Fall der Zuwiderhandlung
angedroht. Dieses kann nach § 890 Abs. 1 Zivilprozessordnung bis zu
250.000 betragen.
· Darüber hinaus können die in § 8 Abs. 3 Nr. 2 bis 4 UWG bezeichneten Be-
rechtigten, z. B. die Verbraucherzentralen, ein Verfahren zur Gewinnabschöp-
fung einleiten, § 10 Abs. 1 UWG. Voraussetzung ist, dass das Unternehmen
vorsätzlich gehandelt und zu Lasten einer Vielzahl von Abnehmern einen Ge-
winn erzielt hat. Mit der Gewinnabschöpfung wird verhindert, dass ein Unter-
nehmen den aus dem Wettbewerbsverstoß erzielten Gewinn behalten darf.
Der abgeschöpfte Gewinn fließt in den Bundeshaushalt.
· Zusätzlich können den Mitbewerbern Schadensersatzansprüche zustehen.
· Ferner sieht das Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur
Verbesserung des Verbraucherschutzes bei besonderen Vertriebsformen für
unerlaubte Telefonwerbung einen Bußgeldtatbestand vor. Nach § 20 UWG
(neu) kann schuldhafte unerlaubte Telefonwerbung mit einer Geldbuße bis zu
50.000 geahndet werden.
Im Hinblick auf die erst vor relativ kurzer Zeit stattgefundenen intensiven parlamenta-
rischen Beratungen sieht der Petitionsausschuss momentan keinen weitergehenden
Handlungsbedarf. Vielmehr teilt er die vom BMJ in seiner Stellungnahme geäußerte
Ansicht, dass zunächst die Wirkung der Neuregelung in der Praxis abgewartet
werden muss. Darüber hinaus wird die Bundesregierung nach angemessener Zeit im
Rahmen einer Gesetzesevaluierung prüfen, ob das Gesetz die gewünschten Wirkun-
gen entfaltet und ob weiterer gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht.
Der Ausschuss vermag sich daher nicht für eine Gesetzesänderung im Sinne der
Petition einzusetzen. Der Petitionsausschuss empfiehlt, das Petitionsverfahren
abzuschließen, weil dem Anliegen des Petenten nicht entsprochen werden konnte.
Die Argumente der letzten beiden Mit-Disktutanten sind- mal untergründig- lobby-gesteuert.
Niemand will Meinungsumfragen verbieten, es sei denn, sie dienen nicht ihrem benannten Zweck ("ach, wenn Sie dann politisch so interesiert sind, wollen Sie nicht...
Hallo, Ihr habt doch immer die Möglichkeit zu sagen:" Nein, danke,das interessiert mich und auch alle anderen in unserem Haushalt nicht" und dann könnt Ihr doch auflegen...Da weiss der Anrufer, ok hier bekomme ich keine Meinung!!!
Bitte verwechselt nic...
In Anlehnung von einem Tip von Markus Havemann habe ich etwas neues ausprobiert.
Falls ich einen solchen Anruf bekommen, zur Zeit fast täglich einer, habe ich folgende Ausrede.
"Tut mir leid ich muss dringend zu einem Termin. Sie können mich jedoch so...
Liebe(r) Moderator(in),
mit dem Einsetzen des Links in meinem Posting vor ca. 1 Std. verfolgte ich weder ein kommerzielles noch sonst irgendwie vom Sinn des demokratischen Diskurses abweichendes Ziel.
Ich wäre Ihnen daher dankbar, wenn Sie den Link wie...
Zur Fortführung der Diskussion zur Petition und vielleicht Entwicklung erneuter Petitionen zum Thema habe ich ein Weblog eingerichtet:
Der Link (URL) wurde vom Moderator gelöscht. Bitte beachten Sie die Richtlinie, insbesondere Ziff. 3i i.V.m. Ziffe...
Hallo Leute,
also ich habe da meine eigene kleine Methode diese Leute abzuschüttlen. Es beginnt damit, das es klingelt ( auf dem Handy rufen diese netten Leute übrigens immer ohne Nummer an , zu erkennen an "unekannter Teilnehmer" ). Ich hebe ab und we...
Also ich fände es schade, solche Anrufe nicht mehr zu bekommen.
Dann kann ich die Leute nicht mehr verarschen :'(
"Hier Ramses Pyramidenverleih..."
"Hier Ali Baba Teppichverleih"
Habe zum Glück die technische Möglichkeit, Nummern sperren zu lassen. Die...
Hallo Leute
Das Einzige,was bei diesem ganzen Theater etwas nützt,ist Verträge erst dann für gültig zu erklären,wenn sie auch handschriftlich unterzeichnet sind!
Solange es dieses Gesetz nicht gibt,werde ich auch mein Telefon nicht mehr abheben!
Mit al...
Das "neue" Gesetz ist ja nun gestern im Bundestag verabschiedet worden!Mit Hilfe der Lobby der CDU/CSU/FDP wurden einige Punkte allerdings entfernt um der DirektWerbewirtschaft die Arbeit zu "erleichtern" :'(.
Darüber gab es im Vorfeld im ZDF einen Bei...
Hallo zusammen,
nachdem ich x Mal die Hände aus dem Essen genommen habe, weil mal wieder die Möglichkeit bestünde, ein tolles Geschät zu machen, ich aus dem Keller hochhetzte um zu hören, was sich mir jetzt wieder für eine tolle Chance eröffnet oder ic...
Ich hätte da einen Vorschlag zu machen, was m.E. nach unbedingt in den Petitionstext mit aufgenommen werden sollte: Viele Firmen reden sich in Sachen Verantwortlichkeit ja in der Hinsicht raus, dass sie Leute im Outbound einfach als Freiberufler beschä...
Ich schließe mich der Petition gerne an, weil auch mir diese ständigen Belästigungen ein Dorn im Auge sind.
Allerdings kann ich mir eine Bemerkung zu der Petitionsbegründung nicht verkneifen: Wenn man so neugierig ist, einen verpassten Anruf nicht aus...
Gern hab ich mitgezeichnet.....
Denn fast täglich erlebe ich es, dass ich ohne angezeigte Rufnummer von irgendwelchen Firmen angerufen werde,
die mir einen noch günstigeren Telefon-Vertrag, eine noch schnellere DSL Leitung etc. verkaufen wollen.
Und da...
Das Telefon als Werbequelle zu misbrauchen empfinde ich ebenso als störend aber ich hoffe ihr seid euch auch bewusst das nicht jeder Anruf gleich als Werbung abgestemmpelt werden kann! Die Marktforschung bedient sich beispielsweise auch der Callcenter ...