Der Deutsche Bundestag möge das geplante Verbot von Sportarten wie Paintball/Gotcha und Laserdrome ablehnen.
Ein Verbot dieser Sportarten stellt reine Symbolpolitik da, ohne jeglichen Nutzen. Bei Paintball und Laserdrome treten zwei Spieler oder ganze Manschaften in einem sportlichen Wettstreit gegeneinander an. Der Akt des Tötens ist hier ebenso abstrakt wie beim Schachspiel oder beim Fechten. Ähnlich dem Fechten werden zwar auch hier dank Schutzkleidung "ungefähliche" Waffen aufeinander gerichtet, doch kann dieses genauso wenig sittenwidrig sein wie das Wasserpistolenspiel von Kindern im Freibad oder "Cowboy und Indianer" spielen.
Sebastian Hahn Waffenrecht
Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 10.02.2010 abschließend beraten und
beschlossen:
Das Petitionsverfahren abzuschließen, weil dem Anliegen entsprochen wurde.
Begründung
Mit der Petition wird gefordert, Spiele wie Paintball bzw. Gotcha und Laserdrom nicht
zu verbieten.
Zu diesem Anliegen haben den Petitionsausschuss eine öffentliche Petition, der sich
während der Zeit der Veröffentlichung 35.827 Unterstützer angeschlossen haben,
und mehr als 70 einzelne Petitionen erreicht. Alle Petitionen werden wegen des
Sachzusammenhangs einer gemeinsamen Prüfung unterzogen. Der Ausschuss
weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass nicht auf alle Aspekte, die in den
Petitionen aufgeführt werden, im Einzelnen gegangen werden kann.
Vor dem Hintergrund der in der Politik nach dem Amoklauf von Winnenden diskutier-
ten Verschärfungen des Waffenrechts wird in den Petitionen im Wesentlichen Fol-
gendes ausgeführt:
Ein Verbot dieser Sportarten stelle da ohne jeglichen Nutzen reine Symbolpolitik
dar. Bei Paintball und Laserdrom träten zwei Spieler oder ganze Mannschaften in
einen sportlichen Wettstreit gegeneinander an. Der Akt des Tötens sei hier ebenso
abstrakt wie beim Schachspiel oder beim Fechten. Ähnlich dem Fechten würden
zwar auch hier dank Schutzbekleidung ,,ungefährliche" Waffen aufeinandergerichtet,
doch könne dies genauso wenig sittenwidrig sein, wie das Spielen mit Wasserpisto-
len im Freibad oder ,,Cowboy und Indianer-Spiele".
Der Turniersport Paintball baue auf einer Gemeinschaft von Spielern auf, die nur als
Team erfolgreich sein könnten, wie bei allen anderen Mannschaftssportarten. Es
werde zwar mit Farbkugeln aufeinander geschossen, dies habe aber einen rein takti-
schen Hintergrund und sei mit einer Simulation des Tötens nicht vergleichbar. Eher
könne das Spiel beispielsweise mit Völkerball verglichen werden. Beim Paintball
werde der Spieler zum ,,Markieren" also aus dem Spiel nehmen eines Gegenspie-
lers d.h. zum Blockieren eingesetzt. Das Markieren eines Gegenspielers habe je-
doch nicht im Geringsten mit einer Tötungsabsicht zu tun. Ein Fechter stelle sich
auch nicht vor, seinen Gegner real zu erstechen oder zu verletzen.
Die Sportarten hätten keinerlei Bezug zu den in Rede stehenden Amokläufen. Auch
in anderen Ländern gebe es solche Sportarten. Die Personen, die solche Taten be-
gangen hätten, seien vielmehr sozial isoliert und Einzelgänger. Ständig neue Verbote
hätten keinen Sinn bzw. Zweck und könnten nicht Aufgabe einer demokratisch legi-
timierten Regierung sein.
Wegen weiterer Einzelheiten wird auf die Zuschriften verwiesen.
Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung stellt sich wie folgt dar:
Nach dem Amoklauf von Winnenden brachten die Fraktion der FDP auf Drucksache
16/12663 den Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Waffengesetzes, die Frakti-
on DIE LINKE. auf Drucksache 16/12395 den Antrag ,,Keine Schusswaffen in Privat-
haushalten Änderung des Waffenrechts" und die Fraktion BÜND-
NIS 90/DIE GRÜNEN auf Drucksache 16/12477 den Antrag ,,Abrüstung in Privat-
wohnungen Maßnahmen gegen den Waffenmissbrauch" ein.
Die Fraktion der FDP schlug vor, Besitzern, die nach dem Waffengesetz unberechtigt
Waffen in ihrem Besitz haben, einen befristeten Anreiz zur Abgabe in Form einer
Nichtbestrafung zu geben, um damit möglichst viele illegale Waffen in die sichere
Verwahrung der zuständigen Behörden gelangen zu lassen. Die Fraktionen
DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hielten in ihren Anträgen mit unter-
schiedlicher Akzentuierung im Wesentlichen eine Verschärfung des Waffenrechts für
notwendig. Der Deutsche Bundestag hat den Gesetzentwurf und die beiden Anträge
sowie den von der Bundesregierung eingebrachten Entwurf eines Vierten Gesetzes
zur Änderung des Sprengstoffgesetzes auf Drucksache 16/12597 in seiner
217. Sitzung am 23. April 2009 an den Innenausschuss zur federführenden Beratung
überwiesen.
Der Petitionsausschuss hat den Innenausschuss nach § 109 der Geschäftsordnung
des Deutschen Bundestages zu der vorliegenden öffentlichen Petition - stellvertre-
tend für die anderen Petitionen - um Stellungnahme gebeten. Diese Stellungnahme
liegt nunmehr vor. In ihr wird auf die Beschlussempfehlung und den Bericht des In-
nenausschusses auf Drucksache 16/13423 verwiesen. Der Innenausschuss hat ver-
schiedene Änderungen zum Waffengesetz beschlossen. Von den ursprünglich disku-
tierten Verboten von Spielen wurde bereits in den Gesetzentwürfen abgesehen.
Der Deutsche Bundestag hat die Änderungen des Waffengesetzes auf Basis der Be-
schlussempfehlung des Innenausschusses in seiner 227. Sitzung am 18. Juni 2009
beschlossen; der Gesetzentwurf der Fraktion der FDP und die Anträge der Fraktio-
nen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE. wurden abgelehnt.
Alle erwähnten Drucksachen und die Protokolle der Debatten des Deutschen Bun-
destages können über das Internet unter www.bundestag.de aufgerufen und ausge-
druckt werden.
Da die inzwischen in Kraft getretenen Änderungen des Waffenrechts keine Verbote
von Spielen vorsehen, wurde den in der Petition erhobenen Forderungen entspro-
chen.
Der Petitionsausschuss empfiehlt vor diesem Hintergrund, das Petitionsverfahren
abzuschließen.
Hallöchen zusammen,
ich selbst bin kein Paintballer und habe bisher noch nicht einmal ein Paintball-Spielfeld gesehen. Ich bin überzeugte Pazifistin und bin per Zufall auf diese Petition gestoßen, finde die Diskussion interessant und habe vor, noch mit...
Bald ist alles verboten was Spaß macht. Paintball ist für Jedermann und hält fit, fördert das Zusammengehörigkeitsgefühl!!!! Die Welt sitzt nicht nur vor dem PC.
Hallo,
ich habe gerade diese Petition gezeichnet, wie auch die gegen ein Verbot von Action-Computerspielen. Ich finde es interessant, das einige Leute/Politiker per se alle Sportarten verbieten wollen, die sie nicht verstehen (Habe mir gerade die Pet...
hallo ich bin hier ein aktiver painter es ist ein sport der eigendlich sehr viel spass macht und einen auch sehr vordert.
der underschied zu deutschland hier spielen kleine kinder die man gerade 8 jahre alt sind auch in unserer gruppe und auch die wis...
wie recht er doch hat, BOXEN GEGEN DIE PROBLEME DER REALEN WELT, ich bin dafür!
süss wie hier mit oberflächlicher bewertung und intoleranz um sich geschmissen wird...
leicht offtopic vielleicht, aber in der augsburger innenstadt ist es verboten ab 1.00uhr nachts auf der strasse zu essen oder zu trinken. man braucht nicht zu erwähnen, dass nahrung zu sich zu nehmen ein absolut grundlegendes bedürfnis eines jeden ist....
Hoffentlich kommt sowas zur Abwechslung auch mal in die Medien, am Besten gleich mit Hinweis auf diese Petition...
DerMixer: Genau das habe ich, wenn auch nicht auf direktem Wege, versucht zu sagen.
Mit dieser Argumentation kann man aber nicht an die Öffentlichkeit gehe, da es keine umsetzbare Agenda gibt. Die Herrschaften Verbotsausdenker kann man hier nur mit ihr...
Glückwunsch zum Weltmeister den Ihr Paintballer zu uns nach Deutschland geholt habt
Die Petition ist doch schon vorbei oder?
Da hatt ich auch mtgezeichnet. Oder gibts da jetzt ne neue?
Am Freitag gegen 6 Uhr kommt das Team zurück nach Deutschland. (Info via Piraten und dortigem Mitglied) Zeigt dort Präsenz in Ffm/Flughafen!
..inkl. Presse
Nicht nur die Solidarität Paintball/Gamer, Ansprechpunkt ist auch die Solidarität der Zeichner gegen Internetsperren.
Manche haben bereits gezeichnet, doch bei der Gesamtzeichnung im Vergleich ist dem def zu wenig. Und dabei jammert Ihr, jammern die Ga...
Gratulation dem Weltmeister 
Einen Bericht samt Bildern google "gulli paintball weltmeister", dort bei Quellen (Foto) steht ein Link für mehr Bilder. Eines deren Mitglieder war mit im Team und berichtet.
IM Gegenzug dazu fordere ich das Verbiot von Sinnfreien verboten...
Das wäre wenigstens mal ein Sinvolles Verbot.
Wenn sich zwei im Gegenseitigen Einverständniss auf die Nuss geben... Bitte schön. mein Ding ists nicht. Aber bitte sehr.
Wenn zwei sich g...
Jetzt mal auf die Gefahr hin, dass das schon erwähnt wurde:
Frage: Warum wird der Boxsport nicht verboten?
Das ist nicht nur simulierte sondern tatsächliche vorsätzliche, gegenseitige schwere Körperverletzung.
Boxen erfordert nicht halb so viel Strateg...
Amokläufe haben nichts mit dem spielen von Paintball zutun. Ich selber war auch im schützenfestverein und der ist ab 14..dort sind viel gefährlichere Waffen als Paintballpistolen, die Farbkugeln abschießen.
[